Angekommen…

Also Diarrhoe, wie von Einigen vermutet, hat die Diva nicht! Dann würde ich mich nicht mehr draufsetzen. Es ist eher eine temporäre Inkontinenz – vielleicht die Aufregung, weil es bald nach Hause geht. Ich habe das Problem einmal näher untersucht. Als die Stelle freigelegt war, kam eigentlich nur noch die Hauptantriebswelle oder der Gangsensor infrage. Was so ein Moped alles besitzt. Einen Gangsensor. Egal. Weiterhin habe ich festgestellt, dass nur beim Abstellen auf dem Seitenständer diese Inkontinenz zu beobachten ist. Auf dem Hauptständer abgestellt, bleibt alles trocken. Das deutet, laut Informationen aus diversen Foren, stark auf den Gangsensor hin. Also die einfachste aller Möglichkeiten. Lösung: Ich parke nur noch auf dem Hauptständer. Da ich keinen Ölverlust messen kann, wird also auch im Betrieb nichts an die Umwelt abgegeben. Sehr schön! Angekommen… weiterlesen

Kleine Balkanrunde: Teil 2

Habe ich nicht alles für sie getan? Nach dem harten Ritt durch Asien gab es eine Wellnesskur in Istanbul bei ATAMoto. Danach durfte sie zwei Tage in einer Kneipe in Tirana verbringen. Und nun das!

Es wurde auch fast schon langweilig. Nur so vor sich hin Reisen, ohne irgendwelche Probleme. Naja, es ist nicht kritisch aber auf jeden Fall nicht schön. Eine Ölspur quer durch Europa ziehen, geht gar nicht. Kleine Balkanrunde: Teil 2 weiterlesen

Kleine Balkanrunde: Teil 1

Nach Istanbul ging es in fünf Tagen quer durch Griechenland. Neue Reifen besorgen, ein bisschen durch den bergigen Norden cruisen und weiter nach Albanien, war der Plan. Mit dem Reifenhändler in Komotini stand ich bereits seit Istanbul per Email im Kontakt. Leider war meine Serienbereifung nicht aufzutreiben, aber ein anderer Reifen für Großenduros vom selben Hersteller war verfügbar. Der Geschwindigkeitsindex stimmte auch – langsam muss ich ja wieder auf die europäischen Normen achten – also rauf damit. Soweit so gut. An diesem Tag bin ich nur noch ein paar Kilometer gefahren. Ansonsten wäre mir vielleicht die Sache mit dem Blei gleich aufgefallen. Am folgenden Tag stellte ich jedenfalls bei höheren Geschwindigkeiten heftigstes Lenkerflattern fest. Ich dachte anfangs an einen Plattfuß oder ein Lagerschaden am Vorderrad. Als ich es mir genauer angesehen habe, war ziemlich schnell klar, dass ich ein Blei-Problem hatte und nichts anderes. In der Werkstatt wurde mir beim Auswuchten so viel Blei an die Felge geklemmt, dass es garantiert Auswirkung auf den Weltmarktpreis haben wird. Das kann nicht passen. Völlig unverständlich, dass eine Werkstatt so etwas abliefern kann. Die nächste Station war also wieder ein Städtchen mit einem Reifenservice. Der Meister – selbst Motorradfahrer – musste schon etwas schmunzeln, als er den Haufen Schwermetall an meinem Rad sah. Nur aus Interesse haben wir am unveränderten Rad eine Wuchtmessung vorgenommen. „Error!“ – war die Antwort der Maschine. Genau so hat sich die Fuhre auch auf der Straße angefühlt. Das ganze Blei runter, neu gemessen, ein paar Gramm wieder dran und auf der Probefahrt saß ich quasi auf einem anderen Motorrad. Geht doch! Nun war ich bereit für Albanien. Kleine Balkanrunde: Teil 1 weiterlesen

Zurück in Europa…

Bevor ich dort aber ankam, ging es weiter an der Mittelmeerküste entlang.

Viele Kilometer habe ich am Tag nicht geschafft. Die Sonne brannte mit weitmehr als 40 Grad und kleine Badebuchten luden immer wieder zur Erfrischung ein. Anfangs überlegte ich ernsthaft, ob ich ein Handtuch benötige – am späten Nachmittag wäre ich am liebsten in voller Montur in die Fluten gesprungen. Eine Pension für die Nacht aufzutreiben, war nie ein Problem und am Abend lag fangfrischer Fisch auf dem Teller. Danach noch ein Stündchen aufs Meer starren… „Nüschtmachen“, kann ich doch immer noch am besten!

Zurück in Europa… weiterlesen

Vom Vansee ans Meer

So! Ich denke, es ist langsam an der Zeit für ein paar Zeilen aus der Türkei.

Den ersten Stopp habe ich in Van, am gleichnamigen See, in Südoststanatolien eingelegt. Ich war von Van angenehm überrascht. Irgendwie habe ich mir die Stadt ganz anders vorgestellt – etwas konservativer vielleicht. Was mir begegnete, waren Frauen im Minirock, – zum Glück hatte ich eine Sonnenbrille auf – Shopping-Malls und Bars mit Livemusik. Ausgezeichnet!
Meine Überlegungen, wann ich das letzte Mal so kurze Röcke gesehen habe, führten zu keinem gesicherten Ergebnis. Knoten im Hirn – Information Overflow. Egal. Auf meiner To-do-Liste für Van standen nur zwei Punkte. Vom Vansee ans Meer weiterlesen

Kleine Tourstatistik: Iran

Nach meinem Aufenthalt in Esfahan sollte es weiter in den Nordwesten, in Richtung Grenze zur Türkei gehen. Allerdings nicht ohne einen kleinen Schlenker durch die Berge Kurdistans zu machen.

Die Straße schlängelte sich auf einem Gebirgskamm an der Grenze zum Irak entlang und immer wieder kreuzten Ziegen- und Schafhirten mit ihren Herden meinen Weg. Was sofort auffällt, ist, dass die Kurden im Iran nicht gerade mit übergebührlicher Zuwendung aus Teheran bedacht werden. Die Straßen sind schlecht und der Rest der Infrastruktur lässt ebenfalls zuwünschen übrig. Stellenweise hatte ich das Gefühl in einem anderen Land zu sein. Das hat natürlich Gründe. Die Kurden sind Sunniten und die Machthaber in Teheran sind Schiiten. Die Kurden wollen einen souveränen Staat und lassen sich von den Mullahs aus der Hauptstadt nichts sagen. Aber Teheran bestimmt die Regeln des Spiels, und verteilt das Geld und das sieht man ganz deutlich. Kleine Tourstatistik: Iran weiterlesen

Auf den Spuren von Xerxes & Co.

Um es gleich vorwegzunehmen, ich konnte meine Beta-Blocker wieder absetzen. Weder technische noch anderweitige Probleme raubten mir den Schlaf und trieben den Blutdruck in die Höhe. Also konnte ich mich voll und ganz auf das alte Persien konzentrieren. Und nun wurde es richtig alt. Mein Weg führte mich zu den Ruinen von Persepolis. Vor 2500 Jahren war Persepolis eine von 4 Residenzstädten und geistiges Zentrum im persischen Reich. Darius, Xerxes & Co. haben sie erbaut und unter anderem für Staatsempfänge genutzt. Und schon wenige Jahre später kam Alex und hat alles kaputtgemacht. Auf den Spuren von Xerxes & Co. weiterlesen

Albtraum „Orient-Express“

Im Iran angekommen, mussten wir zwei weitere Tage mit Polizei-Eskorten überstehen. Der iranische Teil von Belutschistan ist angeblich ähnlich unsicher, wie sein Counterpart auf pakistanischer Seite. Leider ist die Polizei im Iran mit dieser Aufgabe komplett überfordert. Englisch? Fehlanzeige. Anschluss-Eskorte? Fehlanzeige. Stattdessen warten, warten, warten. Die beiden Tage waren einfach nur nervenaufreibend und sind hiermit ohne weiteren Kommentar abgehakt. Und dann machte auch noch Teammitglied Nr. 1 zicken! Albtraum „Orient-Express“ weiterlesen

Kleine Tourstatistik: Pakistan

Oh man, die Zeit rennt. Und meine Tage in Pakistan sind schon wieder vorbei. Mein Fazit für dieses Land: Unbedingt hinfahren! Allerdings mit einer klaren Einschränkung, was die Regionen betrifft. Alles, was nördlich von Lahore liegt, ist sicher, relativ einfach zu bereisen und die Berglandschaft ist zudem wunderschön. Das eigentliche Pfund sind aber die Pakistaner selbst. Offen, freundlich und nie verlegen, eine Einladung zum Tee auszusprechen. Und davon gab es Unzählige – dies gilt übrigens für das ganze Land.  Kleine Tourstatistik: Pakistan weiterlesen