Archiv für den Monat: Juni 2012

Albtraum „Orient-Express“

Im Iran angekommen, mussten wir zwei weitere Tage mit Polizei-Eskorten überstehen. Der iranische Teil von Belutschistan ist angeblich ähnlich unsicher, wie sein Counterpart auf pakistanischer Seite. Leider ist die Polizei im Iran mit dieser Aufgabe komplett überfordert. Englisch? Fehlanzeige. Anschluss-Eskorte? Fehlanzeige. Stattdessen warten, warten, warten. Die beiden Tage waren einfach nur nervenaufreibend und sind hiermit ohne weiteren Kommentar abgehakt. Und dann machte auch noch Teammitglied Nr. 1 zicken! Albtraum „Orient-Express“ weiterlesen

Kleine Tourstatistik: Pakistan

Oh man, die Zeit rennt. Und meine Tage in Pakistan sind schon wieder vorbei. Mein Fazit für dieses Land: Unbedingt hinfahren! Allerdings mit einer klaren Einschränkung, was die Regionen betrifft. Alles, was nördlich von Lahore liegt, ist sicher, relativ einfach zu bereisen und die Berglandschaft ist zudem wunderschön. Das eigentliche Pfund sind aber die Pakistaner selbst. Offen, freundlich und nie verlegen, eine Einladung zum Tee auszusprechen. Und davon gab es Unzählige – dies gilt übrigens für das ganze Land.  Kleine Tourstatistik: Pakistan weiterlesen

Der lange Weg nach Taftan

Na ja, zuallererst musste ich es von Islamabad nach Quetta schaffen. Die 1500 km habe ich in drei Etappen runtergerissen. Zentralpakistan ist unglaublich heiß, flach und landschaftlich nicht sehr abwechslungsreich. Und mein Hintern schmerzt immer noch. Ich habe übrigens einen Motorradfahrenden Kollegen, der darüber nur lachen wird. Nach einem späten Frühstück in Berlin trinkt er bei Sonnenuntergang einen Mokka am Bosporus. Jedenfalls kommt es mir so vor. Und von Schmerzen im Hintern habe ich ihn auch noch nie reden hören. Keine Ahnung, wie er das macht. Aber zurück zum Thema. Der lange Weg nach Taftan weiterlesen

Wer hat den Schönsten…

Der pakistanische Trucker ist ein großer Ästet, wenn es um die künstlerische Aus- und Umgestaltung seiner Laster geht. Lkws, wie wir sie aus der Heimat kennen, gibt es hier nicht. In solch ein schmuckloses, uniformes Gerät würde sich hier kein Trucker setzen. So ein Lkw ist erst nach Jahren fertig, wenn es diesen Zustand überhaupt gibt. Man muss generell zwischen zwei Arten vom Lastwagen unterscheiden. Zum einen gibt es die Alten, mit der langen Schnauze, welche viel Platz für Verzierungen bietet, und es fahren hier Lkws neuerer Baujahre rum, bei denen etwas getrickst werden musste, um Platz für den ganzen Schnickschnack zu schaffen. Hier mal ein kurzer Überblick, was auf den Straßen in Pakistan so rumrollt.
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Vom Indus-Tal nach Islamabad

Um es gleich vorwegzusagen, auf einer Reise durch Pakistan kann man Islamabad getrost auslassen. Die Stadt wurde auf dem Reißbrett entworfen und Mitte des letzten Jahrhunderts gebaut. Quadratisch, praktisch, gut, steht sie da, hat null Charme und natürlich keine Historie. Die Straßen sind durchnummeriert und es gibt die eine oder andere Avenue. Wenigstens ist dadurch die Orientierung relativ einfach. Eine Sehenswürdigkeit gibt es aber dennoch. Eine der größten Moscheen Asiens steht in Islamabad. Vom Indus-Tal nach Islamabad weiterlesen

Unterwegs auf dem Karakorum-Highway

In Pakistan angekommen, habe ich erst einmal drei Tage Station in dem 9 Mio. Städtchen Lahore gemacht. Ich wollte mich mit dem Land vertraut machen, über das es in den heimischen Medien so gut wie keine positiven Nachrichten gibt. „Reisen ist der Tod für Vorurteile.“ Irgendwo habe ich dieses Zitat einmal gelesen. Ich weiß weder, ob ich es richtig wiedergegeben habe, noch von wem es stammt. Ich bin nicht schwer vorurteilsbeladen nach Pakistan gekommen, aber frei von Selbigen war ich definitiv auch nicht. Unterwegs auf dem Karakorum-Highway weiterlesen